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New York

 18.7.-26.7. Zu New York habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Der Anfang war schrecklich. Die Grenze zwischen New Jersey und New York ist nur ein Strich auf einem Felsen, aber der Trail ist völlig anders. Es geht über jeden Felsen, der im Weg rumliegt, nie drumrum, immer rauf und runter. Auch sonst, wenn es im Gelände auf und ab geht, ist es immer steil, Serpentinen gibt es nicht mehr. Das war unerwartet und ich war superlangsam. Das Wetter war auch ziemlich anstrengend, heiß und feucht, da will man keine steilen Klettereien machen. Aber habe ich natürlich, so ist das eben auf einem Thruhike. Es war aber auch schön. Es gab Ausblicke, da war vor mir der Hudson River mit Booten, dahinter Wald und Berge und in der Ferne die Skyline von New York City. Da habe ich vor einem Shelter gesessen, mir mein Essen gemacht und einfach nur die Aussicht genossen.  Später führt der Trail dann durch einen Zoo, der kranke Tiere aus der Umgebung aufnimmt, so etwas wie ein Gnadenhof. Danach läuft ...

New Jersey

11.7.-18.7. Ich weiß nicht, was ich mir für New Jersey vorgestellt habe, nicht viel, glaube ich. Aber nach 8 Tagen und 72.6 Meilen war es mein bisheriger Lieblingsstaat :) Der Sprung nach New Jersey war auch der Abschied von den „Girls“. Das war sehr schade, es hat wirklich Spaß gemacht. Nur Potholder ist mitgekommen. Es ist schön hier. Anfangs ging es bergauf, wie eigentlich immer, wenn es aus einer Stadt rausgeht. Es war auch steinig, aber nicht zu lang und dann sind wir am Sunfish Pond rausgekommen, ein See, endlich mal einer am Trail. Dort war Mittagspause mit den Resten vom chinesischen Essen von gestern Abend, das war richtiger Luxus. Es ging dann um den See herum, über Steine und Felsen hinzu Anhöhen voller Blaubeeren und service berries (Felsenbirnen, glaube ich). Da bin ich kaum vorangekommen, ich hab so viele gegessen! Nach gerade mal 7 Meilen haben wir einen schönen Zeltplatz am Fluss gefunden und die Zelte aufgebaut, gerade bevor das Gewitter losging. wie schön, bei Regen g...

Pennsylvania

  8.7. - 11.7. Vor diesem Staat wird man lange gewarnt, er wird auch „Rocksylvania“ genannt, weil der Trail nur aus Steinen besteht, die mittelgroß sind und deren spitze Seiten nach oben zeigen. Wann immer ich erwähnt habe, dass ich nicht den ganzen Trail schaffe, wurde mir ans Herz gelegt, Pennsylvania zu überspringen ... Aber ich will ja in jedem Staat gewesen sein und mir auch selbst ein Bild machen, also müssen auch ein paar Tage Pennsylvania sein. Außerdem ist hier der tatsächliche Mittelpunkt des Trails und die Eiskrem-Challenge! Um nach Pennsylvania zu kommen, überquert man die Mason-Dixon-Line, die historische Grenze zwischen den Nord- und Südstaaten der USA.  Das Wetter ist immer noch warm und stickig, da ist das Einschlafen nachts nicht so leicht.  Es gibt immer so besondere Orte, die nah am Trail liegen und zu denen viele Hiker dann hingehen. Hier gibt es das South Mountain Hotel, wo Hiker kostenlos campen und duschen können. Letztendlich sind wir alle hier, in...

Maryland

5.7. - 7.7. Auch für Maryland habe ich drei Tage gebraucht, dieses Mal aber für 40.6 Meilen.  Captain war noch da und hat unsere schweren Rucksäcke im Auto transportiert, so dass wir mal wieder nur leichtes Gepäck hatten. Das war sehr angenehm, nach einem Ruhetag ist der Start immer etwas schwieriger. Außerdem waren wir in einem Hotel mit Frühstück, da kommt man auch nicht so früh los ;) Nach der Brücke ging es erstmal eine Weile auf einem Radweg am Fluss entlang, das war nicht anstrengend und es war genug Zeit, die Schildkröten in den Meerlinsen zu suchen :)  Es war ein sehr warmer Tag und als es dann den Berg hinauf ging war der leichte Rucksack ein Segen. Captain hat auch einmal zwischendurch auf einem Parkplatz auf uns gewartet, damit wir Wasser nachfüllen können. So mussten wir nicht so viel tragen. Die Hitze macht sich langsam bemerkbar, viele Wasserstellen sind ausgetrocknet. Am nächsten Tag waren wieder 15 Meilen geplant, die ich auch geschafft habe, aber es war ein la...

West Virginia

3.7.-5.7. West Virginia ist der Staat, in dem der Trail am kürzesten ist, gerade mal 2.7 Meilen. Dafür habe ich drei Tage gebraucht ...;) Das liegt natürlich daran, dass wir am 4. Juli dort einen Zero eingelegt haben. Am 3. haben wir die Grenze überschritten und sind dann nach Harper’s Ferry rein gelaufen, das ist der Ort in West Virginia, durch den der Trail mitten durch geht. Auf dem Weg in die Stadt läuft man über eine Brücke über den Shenandoah River. Spätestens da hat man einen Ohrwurm, „Country Roads, take me Home ...“ Captain hatte ein Zimmer im Hotel gebucht und ich auch, weil wir so viele Leute waren. Letztendlich haben wir zu fünft im „Mädchenzimmer“ geschlafen, die Jungs waren zu dritt. Aber dadurch war es bezahlbar, es hat 300$ gekostet für die zwei Tage. Frühstück war auch dabei, das hat sich schon gelohnt. Und Captain hat wieder einiges spendiert, z.B. die Pizza am Freitagabend. Dann sind wir in die Stadt und haben eine „Ghost Tour“ mitgemacht, also im Grunde eine Stadtfü...